Ölabscheider

Regen- und Schmutzwasser, das durch Leichtflüssigkeiten wie Benzin-/Dieselkraftstoffe, Mineralöle und Schmierstoffe verunreinigt wird, darf nicht ohne wirkungsvolle Vorbehandlung abgeleitet werden.

Nach § 7a des Wasserhaushaltsgesetzes ist generell jede Maßnahme, die zu  einer nachteiligen Veränderung der Wassereigenschaften führt, zu vermeiden.

Kraftstoffe und Mineralöle sind nach den geltenden Bestimmungen als wassergefährdende Stoffe eingeordnet und müssen daher vor der Einleitung über eine Abscheideranlage vorbehandelt werden.

Eine Erlaubnis zur Einleitung von Abwässern darf nur dann erteilt werden, wenn die Schadstofffracht des Abwassers so gering gehalten wird, wie dies bei Einhaltung der jeweils in Betracht kommenden Verfahren nach dem Stand der Technik möglich ist.

Für den späteren, dauerhaften, ordentlichen Betrieb einer Abwasservorbehandlungsanlage – hier bezogen auf Abscheideranlagen für Leichtflüssigkeiten nach DIN 1999/EN 858 – ist es empfehlenswert, bereits in der Planungsphase und vor Inbetriebnahme dieser Anlage die geltenden wasser- und abfallrechtlichen Bestimmungen, Normen, Regelwerke, Merkblätter und Handbücher zu berücksichtigen.

Fettabscheider

Organische/tierische Fette und Öle können zum „Zuwachsen“ von Leitungssträngen und durch die sich ergebenden Gärungsprozesse zu Geruchsbelästigung führen. Die Ablagerungen in den Rohrleitungen führen zur Bildung biogener Schwefelsäure, die die Rohrwerkstoffe durch Korrosion stark schädigen. Schwimmdecken aus Ölen und Fetten behindern den Sauerstoffaustausch und stören den Kläranlagenbetrieb.

Schmutzwasser gewerblicher oder industrieller Herkunft mit derartigen Belastungen (tierischen/pflanzlichen Ursprungs) darf deshalb nicht ohne entsprechende Vorbehandlung abgeleitet werden.

Gemäß DIN 1986-100 sind in solchen Fällen Fettabscheider nach DIN 4040 oder künftig prEN 1825 einzubauen.

Zu den tierischen Fetten zählen z. B. Talg, Butter, Schmalz, Knochenfette/-öle, Wollfette, Trane u.v.m.. Die Gruppe der pflanzlichen Fette/Öle umfasst Oliven-, Lein-, Hanf-, Nuss-, Kernöle, Palmfett, Margarine usw.

Fettabscheidern dürfen nur öl-/fetthaltige Abwässer, nicht jedoch andere Wirtschafts- oder Fäkalabwässer zugeleitet werden.

Klärgruben

Eine Klärgrube ist die einfachste Form einer Abwasserbehandlung für einzelne Häuser.

Sie besteht aus einem Behälter, in dem sich die ungelösten Anteile des Abwassers absetzen. Das überstehende Wasser wird entweder regelmäßig von einem Saugwagen abgesaugt, in ein Gewässer abgeleitet oder versickert.

In den letzten Jahrzehnten wird an vielen Orten der Anschluss möglichst aller Grundstücke an die öffentliche Kanalisation angestrebt, da die öffentlichen Kläranlagen meist eine gründlichere Abwasserreinigung ermöglichen. Auch können undichte oder schlecht gewartete Klärgruben das Grundwasser gefährden. Klärgruben finden sich daher zunehmend nur noch bei einzeln liegenden Gebäuden außerhalb von Ortschaften, wo der Bau eines eigenen Kanalanschlusses zu aufwändig wäre oder aus topographischen Gründen nicht möglich ist.

Aufwändigere Klärgruben bestehen aus drei Kammern. In einer gut gepflegten, modernen Drei-Kammer-Klärgrube wird das Abwasser anaerob zersetzt. Daher finden sich dort keine Kot- und Klopapierreste; diese Gruben können in ihrer Reinigungsleistung fast mit Kleinkläranlagen mithalten, abgesehen vom Nitratgehalt des geklärten Abwassers.

Eine Sonderform der Klärgrube ist die Sickergrube. Umgangssprachlich wird zwischen den beiden nicht unterschieden.

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