Sonderabfall

Wir verstehen uns als Partner für Umweltfragen und bei der Entsorgung von Sonderabfällen. Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb arbeiten wir nach den Grundsätzen des Kreislaufwirtschaft- und Abfallgesetzes.

Durch die Umsetzung verschiedener Branchenkonzepte ist der Bereich Beförderung, Transport und Logistik kontinuierlich ausgebaut worden und verfügt inzwischen über ein dichtes Netzwerk, welches optimierte Entsorgungskonzepte zulässt.

Spektrum

  • Transport und Beförderung von Abfällen
  • Vermittlung von Abfällen aller Art
  • Beratung in allen Fragen der Abfallwirtschaft
  • Entwicklung kostengünstiger und praktikabler Entsorgungskonzepte
  • Erarbeitung und Umsetzung von Branchenkonzepten

Gefahrguttransporte

Der Transport gefährlicher Güter verlangt vom Beförderer die Einhaltung höchster Sicherheitsanforderungen. Durch laufende gesetzliche Anpassungen ist diese Materie selbst für Experten nur noch schwer zu durchschauen.

Für alle betrieblich anfallenden Gefahrstoffe sind wir ihr "Beförderer". Unsere Fahrzeuge sind für die verschiedenen Klassen gefährlicher Güter nach ADR* ausgerüstet und geprüft. Unsere Berufskraftfahrer haben alle eine ADR-Bescheinigung sowie die Ausbildung nach TRGS 520 (Technische Regeln für gefährliche Stoffe und Zubereitungen).

 
ADR = ACCORD EUROPEEN RELATIF AU TRANSPORT INTERNATIONAL DE MARCHANDISES DANGEREUSES PAR ROUTE
(Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Guter auf der Straße)
 

Sattelzug für Gefahrgut

Stückgutfahrzeug

Entsorgung fester und flüssiger Abfälle

Neben der Sammlung, Erfassung, Verwertung und Vermarktung von Sekundärrohstoffen bieten wir auch unser Know-how für den Umgang mit gefährlichen Stoffen zur Beseitigung oder Verwertung an.

Wir garantieren die nötige Sicherheit durch die Aufstellung der passenden Behälter, unter besonderer Berücksichtigung Ihrer Standortgegebenheiten.

Wir unterstützen Sie fachkundig bei Einrichtung, Bedienung sowie der Erstellung von:

  • elektronische Abfallnachweisverfahren (eANV)
  • Eigenes Abfallportal (eANV)
  • Kennzeichnung der Abfallgebinde
  • Klassifizierung von Gefahrgütern

Vorteile die Sie nutzen sollten:

  • kostengünstige Entsorgungs- und Verwertungsmöglichkeiten durch eine marktorientierte Preisgestaltung
  • Aktualisierung und Anpassungen der Preise an den Verwertungsmarkt
  • Kein Aufwand mit Abfallportalen und Signaturen
  • keinerlei Aufwand und Kosten zur Erstellung von Papieren wie Begleit- und Übernahmescheine, ADR-Bescheinigungen und Unfallmerkblätter
  • keine entstehenden Kosten für die Erstellung bzw. Neubeantragung von Entsorgungsnachweisen

Sammelentsorgung

Für die Entsorgung von gefährlichen Abfällen nach KrW/AbfG muss ein Entsorgungsnachweis geführt werden.

Es besteht jedoch die Möglichkeit einen Sammelentsorgungsnachweis eines Abfalltransporteurs (Firma Ernst) zu nutzen (max. Menge 20 to/Abfall und Jahr). Hierbei übernimmt der Transporteur Ihren Abfall und gibt diesen über seinen Namen an den Abfallentsorger -verwerter weiter.

Folgende Abfälle können über uns (teils über Sammelentsorgungsnachweise) entsorgt oder verwertet werden:

Altöl Elektro - Elektronikschrott feste & pastöse - Ölverschmutzte Betriebsmittel
Altöl - Verwertung - 130205 (kg) Elektronikschrott - 160213 Ölfilter - 160107
Bremsflüssigkeit Elektronikschrott - 200135 ÖVB - lösemittelhaltig - 150202
Bremsflüssigkeit (Glykohlether) Verwertung - 160113 Elektronikschrott (Monitore) - 160213 ÖVB - ölhaltige Abfälle - 150202
Frostschutz Kühlgeräte - 200123 Mineralien, Stäube & Dämmstoffe
Frostschutz (Ethylenglykole) Verwertung - 160114 Elektro - Leuchtstoffröhren Dämmstoffe (Glas-,Stein-, Dämmwolle auf Glasfaserbasis) - 170603
Abscheider Leuchtstoffröhren - 200121(Längsform) Asphalt (Straßenaufbruch) -  teerhaltig (PAK < 1000 mg/kg) - 170302
Öl- Benzinabscheiderinhalte - 130502 Kondensatoren bis 1 kg - 160209 Asphalt (Straßenaufbruch) -  teerhaltig (PAK >= 1000 mg/kg) - 170301
Sandfangrückstände - 130501 Leuchtstoffröhren - 200121(Sonderformen)
Rund- und Sonderformen; Hochspannungsleuchtröhren/Sonderstrahler, Hochdrucklampen (HG/NG/Halogen), Energiesparlampen (Kompaktsparlampen mit/ohne Stecksockel)
Bitumengemische  (Dachpappen/Teerkork) -  teerfrei (PAK <= 1000 mg/kg) - 170302
Asbest - Info: Gewicht pro m² Asbestplatte ca. 2-8 Kg Löscher Bitumengemische  (Dachpappen/Teerkork) - teerhaltig (PAK > 1000 mg/kg) - 170303
Asbestzementabfälle - 170605 - Deponie Franken-Schotter (aus LK WUG) Feuerlöscher & -pulver - 160505 Filterasche - 100103
Asbestzementabfälle - 170605 - Deponie Franken-Schotter/Dietfurt (aus LK Ansbach & Neustadt) Schlämme (Sonstige) Asche (Zyklonasche nicht  gefährlich) - 100119
Asbestzementabfälle - 170605 - Deponie Nürnberg Süd (aus Stad & Land Nbg.) Bearbeitungsschlämme - 120115 Filterkies- und Filtermaterialen - 150203
Batterien Phosphatierschlamm - 110108 Filterstaub - 190113
Batterien - Alkalibatterien - 160605 Schlämme aus der Abwasserbehandlung - 190205 Holz-, Rost- Kesselasche - 100114
Batterien - Lithiumbatterien - 160605 Schlämme aus der Abwasserbehandlung - 190205 (z. B. Hydroxidschlamm) Ofenausbruch - Transport/Verwertung - 161103
Batterien - Magnesiumbatterien - 160605 Schlämme aus der Wasseraufbereitung - 190902 Strahlsand - 120117
Batterien - Ni-Cd-Batterien - 160602 Schleifmittel - 120121 Verunreinigtes Erdreich (gefährlich) - 170503
Batterien - Quecksilberbatterien - 200133 Schleifschlamm  - 120118 Verunreinigtes Erdreich (nicht gefährlich) - 170504
Batterien - Silberhaltige Batterien - 160605 feste & pastöse - Lacke flüssige Stoffe - Lösemittel & Brennstoffe
Batterien - Trockenbatterien - 200133 Altlacke (n.g.) auf Wasserbasis (Wassertinte/Trocknung) - 080116 Aceton - 140603
Batterien - Bleiakku (Pkw, Lkw, Motorrad-Batterien) Altlacke auf Wasserbasis (Fällung) - 080115 Brennstoffe und Gemische aus Benzin, Diesel und Heizöl - 130703
Bleiakkumulatoren - 160601 - Vergütung (RC-Verfahren) Altlacke auf Wasserbasis (SSW) - Transport/Verwertung - 080308 Kaltreiniger - 140603
Chemikalien & Pestizide Altlacke auf Wasserbasis (Wandfarben) - 080112 LMG - Lösemittelgemisch - 070504
Chemikalien - 160506* - einschl. Gemische Altlacke auf Wasserbasis (VG) - 080115 LMG - Lösemittelgemisch - 080121
Pestizide (Pflanzenschutzmittel) - 200119* Altlacke auf Wasserbasis (Wassertinte/Trocknung) - 080115 LMG - Lösemittelgemisch - 140603
Chemikalien - Fotochemie (Entwickler & Fixierbäder) Altlacke aus der Beschichtungspulver - 080201 LMG - Lösemittelgemisch/Farb- Lackentfernerabfälle - 080121
Entwicklerbäder (Plattenentwickler) - 090102 Altlacke fest/pastös - 080111 LMG - Walzenwaschmittel - 140603
Entwicklerbäder (Wasserbasis) - 090101 Altlacke flüssig - 080111 Petroleum - 140603
Fixierbäder - 090104 Altlacke und Schlämme auf Wasserbasis - 080114 Verdünnung - 080121
Chemikalien - Säuren und Laugen Dispersionsfarben - 080112 Verdünnung - 140603
Lauge - Beizlösungen (alkalisch) - 110107* Druckfarben - 080312 flüssige Stoffe - Öle & Emulsionen etc.
Lauge - Natrium- und Kaliumhydroxid - 060204* Harzrückstände - 070208 Galvanikabwasser - Transport/Verwertung - 110111
Säure - Phosphorsäure und phosphorige Säure - 060104* Klebstoffe & Dichtmassen - 080409 Konzentrate, Waschwasser - 070701 - Verwertung
Säure - Salpetersäure und salpetrige Säure - 060105* Lack- Farbschlamm fest/pastös - 080113 Öl- Wassergemische - 130802
Säure - Salzsäure - 060102* Lack- Farbschlamm flüssig - 080113 Sickerwasser - Transport/Verwertung - 190702
Säure - saure Beizlösungen - 110105* Lack- Farbschlamm Spritzkabine - 080115 Sickerwasser - Transport/Verwertung - 190703
Säure - Schwefelsäure und schweflige Säure - 060101* Tonerabfälle (nicht gefährlich) - 080318 Speiseöle und -fette (Pflanzenöle etc.) - 200125
Lauge - zur Verbrennung - 060205(verpackt in 120 Literspannringfässer) Leergut (Eisen- Kunststoffbehältnisse) - 150110  Spülflüssigkeiten (Entmetallisierungslösung) - 110111
Säure - zur Verbrennung - 060106(verpackt in 120 Literspannringfässer) Leergut (Eisen- Kunststoffbehältnisse) - 160504 Spülflüssigkeiten (nickelhaltig) - 110111
    Gase & Spraydosen
    Eisenmetallbehältnisse Spraydosen - 150110
    Eisenmetallbehältnisse Spraydosen - PU-Schaum-Dosen - 150110

BAZ (Behandlungsanlage & Zwischenlager)

Kurz vorgestellt...Anlagenstatus

Die Firma Rudolf Ernst GmbH & Co. KG ist Betreiber einer eigenen Behandlungsanlage mit Zwischenlager für besonders überwachungsbedürftige Abfälle und Gefahrguter (VbF, WHG - Kapazität 400 Tonnen für Stückgüter und 100 Tonnen für flüssige Stoffe). Alle gebräuchlichen Stoffe (siehe Annahmekatalog) des Europäischen Abfallkataloges ( AVV-Verordnung) können hier angenommen, behandelt sowie eingelagert werden. Zum anderen können diese Abfälle entsprechend vorbehandelt (behandelt) werden (umgefüllt, eingedickt, gespaltet, etc.) um die Anlieferungsbedingungen der einzelnen Verwertungsanlagen zu garantieren.

Die Städtereinigung Rudolf Ernst GmbH & Co. KG ist ein Entsorgungsfachbetrieb nach § 52 KrW-/AbfG, Fachbetrieb nach § 19 l WHG sowie nach DIN EN ISO 9002 zertifiziert. Unter "Service" finden Sie unsere aktuellen Zertifikate.

Vorschriften & Information zum Transport und zur Lagerung

IBC (Großpackmittel) Allgemein

Definition:

In den IBC´s dürfen feste oder flüssige Gefahrenstoffe wie besonders überwachungsbedürftiger Abfall, entzündliche, giftige und ätzende Präparate oder Zubereitungen, auf der Straße oder der Schiene transportiert werden.

  • IBC´s (intermediate bulk container) sind starre Großpackmittel mit einem Fassungsraum von 250 l bis 3000 l.
  • Wechselbehälter für die Sammlung und den Transport von flüssigen und pastösen bis festen Abfallstoffen (AS-Wechselbehälter=IBC)

Besonders erwähnenswert sind Batteriebehälter und Behälter für wassergefährdende Stoffe, die im Rahmen der Verordnungen des KrW-/AbfG bei Transporten Verwendung finden.

Um eine Kontamination der Umwelt mit diesen Stoffen zu verhindern, sind die Anforderungen an die IBC´s sehr hoch.

Durch die Akkreditierung unserer Partnerfirmen als Inspektionsstellen nach DIN EN 45004 bei der BAM (Bundesanstalt für Materialprüfung in Berlin) nach den Randnummern der GGVS und GGVE sind diese berechtigt, Sachverständigenprüfung vor Inbetriebnahme und die wiederkehrenden Prüfungen nach 2,5 Jahren und 5 Jahren an IBC-Behältern durchzuführen.

Vorteile:

  • Sammlung und Zwischenlagerung der Abfallstoffe direkt am Entstehungsort
  • Minimierung der Verschmutzung, daher sauber und umweltfreundlich
  • Einsatzmöglichkeit für fast alle Abfallstoffe
  • einfache Bedienung und Handhabung der 1000 Liter und 800 Liter Behälter
  • keine Vermischung der Abfallstoffe durch eine getrennte Sammlung
  • keine Gebindekosten und somit geringere Beseitigungskosten
  • Verringerung des Transportrisikos durch baumustergeprüfte Behälter
  • Einsparung von Transportkosten
  • Keine Anschaffungskosten von baumustergeprüften Fässern und Gebinden
  • Einfaches Handling per Stapler oder Kran

IBC (Großpackmittel) Prüfvorschriften

Inspektion durch sachkundige oder Sachverständige

  • Wiederkehrend alle 2,5 Jahre
  • Innerer und äußerer Zustand
  • Druckprüfung
  • Einwandfreie Funktion der Bedienungsausrüstung
  • Sichtigkeitsprüfung

Inspektion durch Sachverständige

  • Erstmalig vor Inbetriebnahme Wiederkehrend alle 5 Jahre
  • Übereinstimmung mit dem Baumuster einschließlich der Kennzeichnung
  • innerer und äußerer Zustand
  • Druckprüfung
  • Einwandfreie Funktion der Bedienungsausrüstung
  • Dichtigkeitsprüfung

Transportvorschriften und Bezeichnungen

Definition: 

Der Transport von gefährlichen Stoffen wird national durch die GGVS, GGVE und GGVSee sowie international durch ADR, RID und IMDG-Code geregelt. Alle Stoffe, für die nach den genannten Regelwerken Großpackmittel (IBC), für den Transport erlaubt sind, dürfen in ASF/ASP Behältern transportiert werden, sofern der Behälterwerkstoff gegen den einzufüllenden Stoff resistent ist.

GGVS

Gefahrgutverordnung Straße

GGVE

Gefahrgutverordnung Eisenbahn

GGVSee

Gefahrgutverordnung See

ADR

Internationales Übereinkommen für den Transport gefährlicher Güter auf der Straße

RID

Internationales Übereinkommen für den Transport gefährlicher Güter auf der Schiene

IMDG-Code

Internationales Übereinkommen für den Transport gefährlicher Güter auf Wasserwegen

UN Nummer

Die UN-Nummer, auch nur Stoffnummer genannt, ist eine Kennnummer, die für alle gefährlichen Stoffe und Güter festgelegt worden ist und im Zusammenhang mit Transportvorgängen Verwendung findet, beispielsweise angegeben au den bei allen Gefahrguttransporten angebrachten orangefarbenen Warntafeln als untere, vierstellig Nummer.

FIBC

Flexible Intermediate Bulk Containers

IBC

Intermediate Bulk Container (Großpackmittel)

Lagervorschriften und Bezeichnungen

Definition:

Die Lagerung gefährlicher Stoffe wird geregelt durch VbF, TRbF, WHG und VAWS

BetrSichV

Betriebssicherheitsverordnung

CAS-Nummer

Die CAS-Nummer ist ein internationaler Bezeichnungsstandard für chemische Stoffe, die von den Chemical Abstract Services, einer Unterabteilung der American Chemical Society, vergeben wird.

 

CAS-Nummern bestehen aus drei Zahlen, die durch zwei Bindestriche getrennt sind. Die erstee Zahl kann bis zu sieben Ziffern enthalten, die zweite Zahl zwei Ziffern. Die dritte Zahl ist eine Prüfsumme. Die Nummern werden in aufsteigender Reihenfolge vergeben und enthalten keine innere Ordnung.

 

Für jeden bekannten chemischen Stoff (inklusive beispielsweise Legierungen und Polymeren) existiert eine eindeutige CAS-Nummer, d.h. auch verschiedene Isomere eines Stoffes tragen verschiedene CAS-Nummern!

GefStofV

Gefahrstoffverordnung

LöRüRL

Löschwasser-Rückhalte-Richtlinie

TRbF

Technische Regeln brennbare Flüssigkeiten

TRG

Technische Regeln für Gase

TRGS

Technische Regeln für Gefahrstoffe

VAwS

Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen

(regelt Auffangvorrichtungen und Auffangwanne)

Brennbare Flüssigkeiten

  • Flammpunkt <0 °C

Hochenzündliche Stoffe und Zubereitungen, die einen Flammpunkt <0 °C haben, werden mit dem Gefahrensymbol „F+“ und den Hinweis auf besondere Gefahren R12 gekennzeichnet.

  • Flammpunkt 0 und 21 °C

Leicht entzündliche Stoffe und  Zubereitungen, die einen Flammpunkt zwischen 0 und 21 °C haben, werden mit dem Gefahrensymbol „F“ und den Hinweis auf besondere Gefahren R11 gekennzeichnet.

  • Flammpunkt 21 und 55 °C

Entzündliche Stoffe und  Zubereitungen, die einen Flammpunkt zwischen 21 und 55 °C haben, werden mit keinem Gefahrensymbol, aber mit dem Hinweis auf besondere Gefahren R10 gekennzeichnet.

Flammpunkt

Temperatur, bei der eine Flüssigkeit brennbare Dampf-Luftgemische bildet

Dampfdruck

Der Dampfruck ist ein Maß für die Tendenz einer Flüssigkeit, in den gasförmigen Zustand überzugehen. Stoffe mit hohem Dampfdruck verdampfen schneller als Stoffe mit einem niedrigen Dampfdruck.

Zündtemperatur

Temperatur, bei der sich die Dampf-Luftgemische entzünden-

Lageranlagen

Rechtsgrundlagen

Die formellen und sicherheitstechnischen Anforderungen an Lageranlagen für leichtentzündliche und hoch-entzündliche Flüssigkeiten ergeben sich insbesondere aus nachstehenden Rechtsgrundlagen:

 

  • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
  • Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG)
  • Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS)
  • Technische Regeln brennbare Flüssigkeiten „Läger“ (TRbF 20)

Anzeige- oder Erlaubnispflicht

 

(siehe hierzu TRbF 20)

VbF-Klasse

keine Anzeigepflicht

Anzeigepflicht

Erlaubnispflicht

AI

unter 450 Liter

450-1000 Liter

über 1000 Liter

AII und B

unter 3000 Liter

3000-5000 Liter

über 5000 Liter

Sicherheitsabstand

Der Abstand zu umliegenden Gebäuden muss mindestens 10 m betragen, es sei denn, das Lager ist feuerbeständig abgetrennt.

Belüftung

Lager für brennbare Flüssigkeiten müssen ausreichend belüftet werden. Dies kann durch Ventilatoren oder durch natürliche Belüftung geschehen.

Brandmelde- und Löscheinrichtungen

Eine Brandmeldeanlage ist bei Lagermengen von mehr als 20.000 Liter (VbF-Klasse AI und AII) bzw. 30.000 Litern (VbF-Klasse B) vorgeschrieben.

DIN 14675 - Vorschriften für Brandmeldeanlagen

Löschwasser-Rückhaltung

Das ggf. notwendige Löschwasser-Rückhaltevolumen ist individuell zu ermitteln. Grundlage hierfür ist die LöRüRL, die neben dem Löschmittel Wasser auch alternative Löschmittel zulässt

Auffangvorrichtungen

Auffangvorrichtungen sind Flüssigkeitsdichte bauliche Einrichtungen und Räume von Gebäuden (Auffangräume) und flüssigkeitsdichte Bauteile (Auffangwannen), die dazu bestimmt sind, aus Behältern oder Rohrleitungen auslaufende wassergefährdende Stoffe aufzunehmen, und flüssigkeitsdichte Ableitflächen, die dazu bestimmt sind, aus Behältern oder Rohrleitungen ausgelaufene wassergefährdende Stoffe in Auffangvorrichtungen abzuleiten.

Auffangwannen?

Die Auffangwanne muss 10 % der eingelagerten Menge aufnehmen können, mindestens aber den Inhalt des größten Behälters. Soweit in Wasserschutzgebieten die Lagerung zugelassen ist, muss die gesamte Lagermenge (100%) zurückgehalten werden können. Die Auffangwanne muss beständig gegenüber den darüber gelagerten Stoffen sein.

Auszug aus der VAwS

Auffangvorrichtungen (Auffangräume, Auffangwannen, Ableitflächen)

Größe und Anordnung: Der Rauminhalt einer Auffangvorrichtung muss dem Rauminhalt der in ihm aufgestellten Behälter entsprechen. Befinden sich mehrere Behälter in einer Auffangvorrichtung, müssen 10 % des Gesamtvolumens aller in der Auffangvorrichtung aufgestellten Behälter, aber wenigstens der Rauminhalt des größten Behälters zurückgehalten werden.

Auffangvorrichtungen sind grundsätzlich den zugehörigen Anlagen unmittelbar räumlich zuzuordnen. Von den zugehörigen Anlagen räumlich getrennte Auffangvorrichtungen sind zulässig, wenn ihnen im Schadensfalle die wassergefährdenden Stoffe sicher zugeleitet werden können.

Lagerbehälter mit wassergefährdenden Stoffen, die beim Freiwerden so miteinander reagieren können oder unerwünschte Reaktionen hervorrufen, dass die Behälter oder die Auffangvorrichtungen versagen, müssen in getrennten Auffangvorrichtungen oder in medienbeständig abgetrennten Bereichen der gleichen Auffangvorrichtung aufgestellt werden.

Die Grundfläche von Auffangvorrichtungen muss so beschaffen sein, dass Spritzverluste aus Befüll- und Entleervorgängen und Tropfverluste sicher aufgefangen werden, soweit Anlagen nicht gekapselt oder anderweitig gegen Spritz- und Tropfverluste abgesichert sind.

Anlagenteile, bei denen Tropfverluste nicht auszuschließen sind, sind mit gesonderten Tropfwannen zu versehen oder in einer sonstigen Auffangvorrichtung anzuordnen.

Behälter/Verpackungen ohne Auffangwanne bis 450 Liter

Auszug aus der VAwS

Transportbehälter und Verpackungen von flüssigen Stoffen mit einem Rauminhalt bis zu 450 Liter

Transportbehälter und Verpackungen von flüssigen Stoffen mit einem Rauminhalt bis zu 450 Litern sind als Teile von Lager-, Abfüll- und Umschlagsanlagen geeignet, wenn sie in einer Auffangvorrichtung, die den Anforderungen der Nr. 2.6 (=Anforderungen an Auffangwannen/Auffangvorrichtung) entspricht, aufgestellt sind. Sie dürfen ohne Auffangvorrichtung als Teile von Lager-, Abfüll- und Umschlagsanlagen nur verwendet werden, wenn für jeden verwendeten Behältertyp oder verwendete Verpackungsart der Kreisverwaltungsbehörde eine Zulassung nach den Vorschriften über den Transport gefährlicher Güter (=ADR/GGVS) nachgewiesen wird.

WHG

Wasserhaushaltsgesetz

WGK

Wassergefährdungsklasse

  • WGK 1

schwach wassergefährdend

  • WGK 2

Wassergefährdend

  • WGK 3

stark wassergefährdend

Wassergefährdende Stoffe

Auszug aus dem: WHG § 19g Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen

(1) Anlagen zum Lagern, Abfüllen, Herstellen und Behandeln wassergefährdender Stoffe sowie Anlagen zum Verwenden wassergefährdender Stoffe im Bereich der gewerblichen Wirtschaft und im Bereich öffentlicher Einrichtungen müssen so beschaffen sein und so eingebaut, aufgestellt, unterhalten und betrieben werden, dass eine Verunreinigung der Gewässer oder eine sonstige nachteilige Veränderung ihrer Eigenschaften nicht zu besorgen ist. Das Gleiche gilt für Rohrleitungsanlagen, die den Bereich eines Werksgeländes nicht überschreiten, Zubehör einer Anlage zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen sind oder Anlagen verbinden, die in engem räumlichen und betrieblichen Zusammenhang miteinander stehen und kurzräumig durch landgebundene öffentliche Verkehrswege getrennt sind.

(2) Anlagen zum Umschlagen wassergefährdender Stoffe und Anlagen zum Lagern und Abfüllen von Jauche, Gülle und Silagesickersäften müssen so beschaffen sein und so eingebaut, aufgestellt, unterhalten und betrieben werden, dass der bestmögliche Schutz der Gewässer vor Verunreinigung oder sonstiger nachteiliger Veränderung ihrer Eigenschaften erreicht wird.

(3) Anlagen im Sinne der Absätze 1 und 2 müssen mindestens entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik beschaffen sein sowie eingebaut, aufgestellt, unterhalten und betrieben werden.

(4) Landesrechtliche Vorschriften für das Lagern wassergefährdender Stoffe in Wasserschutz-, Quellenschutz-, Überschwemmungs- oder Plangebieten bleiben unberührt.

(5) Wassergefährdende Stoffe im Sinne der §§ 19g bis 19l sind feste, flüssige und gasförmige Stoffe, insbesondere - Säuren, Laugen,

- Alkalimetalle, Siliciumlegierungen mit über 30 vom Hundert Silicium,metallorganische Verbindungen, Halogene, Säurehalogenide, Metallcarbonyle und Beizsalze,

- Mineral- und Teeröle sowie deren Produkte,

- flüssige sowie wasserlösliche Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Aldehyde, Ketone, Ester, halogen-, stickstoff- und schwefelhaltige organische Verbindungen,

- Gifte, die geeignet sind, nachhaltig die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit des Wassers nachteilig zu verändern. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit erlässt mit Zustimmung des Bundesrates allgemeine Verwaltungsvorschriften, in denen die wassergefährdenden Stoffe näher bestimmt und entsprechend ihrer Gefährlichkeit eingestuft werden.

(6) Die Vorschriften der §§ 19g bis 19l gelten nicht für Anlagen im Sinne der Absätze 1 und 2 zum Umgang mit

1. Abwasser,

2. Stoffen, die hinsichtlich der Radioaktivität die Freigrenzen des Strahlenschutzrechts überschreiten. Absatz 1 und die §§ 19h bis 19l finden auf Anlagen zum Lagern und Abfüllen von Jauche, Gülle und Silagesickersäften keine Anwendung.

TRbF

Technische Regeln brennbare Flüssigkeiten

Belüftung

(TRbF 20, 5.4.2 bzw. 8.3.1)

Die Belüftung muss mindestens 0,4-fach/h (bei passiver Lagerung - siehe Tabelle) bzw. 5-fach/h (bei aktiver Innenlagerung) in Bodennähe wirksam sein.

Der 5-fache Luftwechsel wird z. B. über explosionsgeschützte Ventilatoren (technische Lüftung) erzielt und muss permanent wirksam sein.

Passive Lagerung

 

(TRbF 20, 2.1)

Passive Lagerung ist das Aufbewahren brennbarer Flüssigkeiten in gefahrgutrechtlich zulässigen Transportbehältern, die dicht verschlossen sind und die während des Aufbewahrens im Lager weder befüllt noch entleert noch zu sonstigen Zwecken geöffnet werden.

Aktive Lagerung

(TRbF 20, 8.4.3.2) 

Aktive Lagerung ist das Aufbewahren brennbarer Flüssigkeiten in Tankcontainern oder ortsbewegliche Gefäße, die am Ort ihrer Lagerung ortsfest als Entnahme- oder Sammelbehälter benutzt oder zu sonstigen Zwecken geöffnet werden.

Lagermenge

  1. Für die Bestimmung der Lagermengen ist der Rauminhalt der Behälter ohne Rücksicht auf Grad ihrer Füllung anzusetzen.
  2. Bei ausschließlicher Lagerung von dicht verschlossenen leeren, ungereinigten, gefahrgutrechtlichen zulässigen Transportbehältern nach Nummer 2.4 Absatz 17 dürfen abweichend von Absatz (1) 0,5 % des Rauminhaltes als Lagermenge angesetzt werden. (TRbF 20, Abs. 2.5, vgl. auch VV - VAwS 6.1)

Unzulässige Lagerung

Unzulässig ist die Lagerung brennbarer Flüssigkeiten

1. in Durchgängen und Durchfahrten,

2. in Treppenräumen,

3. in allgemein zugänglichen Fluren,

4. auf Dächern von Wohnhäusern, Krankenhäusern, Bürohäusern und ähnlichen Gebäuden sowie in deren

Dachräumen,

5. in Arbeitsräumen,

6. in Gast- und Schankräumen.

Zulässige Lagerung

siehe TRbF 20 3.1 ff

Lagerung in Räumen und im Freien

siehe TRbF 20 5.3.3

Grundsätzlich wird zwischen der Innen- und Außenlagerung unterschieden. Es werden unterschiedliche Anforderungen an den Brandschutz gestellt. Bei der Innenlagerung müssen Wände, Decken und Türen von Lagerräumen aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen.

Von angrenzenden Räumen müssen Lagerräume feuerbeständig (F90 gemäß DIN 4102) abgetrennt sein. Abeichend hiervon müssen Wände und Türen nicht feuerbeständig sein, wenn sie in ein Brandschutzkonzept (TRbF 20, 5.5) einbezogen sind.

Bei der Außenaufstellung brauchen Lagersystem nicht feuerbeständig sein, wenn der Abstand zu umliegenden Gebäuden mindestens 10 m beträgt. Abweichend darf der Abstand zu angrenzenden Gebäuden bei der passiven Lagerung von bis zu 200 Litern auf 3 m bzw. bei passiven Lagerung von mehr als 200 Litern bis max. 1000 Litern auf 5 m reduziert werden (TRbF 20, 6.1).

 

BetrSichV

Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)

 

Im Rahmen de EU-weiten Harmonisierung von Gesetzen und Richtlinien mit Wirkung zum 1.1.2003 u. a. die Verordnung über brennbare Flüssigkeiten (VbF) aufgehoben.

In der neuen Betriebssicherheitsverordnung wird nunmehr u. a. der Betrieb von Systemen zur Gefahrstofflagerung geregelt. Die Anzeige - und Erlaubnispflicht sowie die Einstufung von brennbaren Flüssigkeiten in Gefahrklassen gemäß der ehemaligen VbF wird neu geregelt.

Die bisherigen VbF-Klassen A I - III und B werden ersetzt durch die Einstufung gemäß der Gefahrstoffverordnung §4:

entzündlich

 

R 10

leicht entzündlich

(F)

R 11, R15, R 17

Hochentzündlich

(F+)

R 12

Gefahrenhinweis (H-Satz)

 Der Begriff Gefahrenhinweis kommt aus der GHS/CLP-Verordnung und bezeichnet harmonisierte Formulierungen, die wörtlich im Anhang III der Verordnung in allen Sprache der EU vorgegeben werden. Diese sognannten H-Sätze (abgeleitet aus dem Englischen von hazard statements) entsprechen im Grundsatz den R-Sätzen, den besonderen Hinweisen der Stoff- bzw. Zubereitungsrichtlinien.

Die H-Sätze sind nach folgendem Schema kodiert (Beispiel H 3 01):

H

H-Satz (Gefahrenhinweis)

 

3

Gruppierung

2=Physikalische Gefahren

3=Gesundheitsgefahren

4=Umweltgefahren

01

Laufende Nummer, 2-stellig

 

Sicherheitshinweise (P-Satz)

 Der Begriff Sicherheitshinweise kommt aus der GHS/CLP-Verordnung und bezeichnet harmonisierte Formulierungen, die wörtlich im Anhang IV der Verordnung in allen Sprache der EU vorgegeben werden. Diese sognannten P-Sätze (abgeleitet aus dem Englischen von precautionary statements) entsprechen im Grundsatz den S-Sätzen, den Sicherheitsratschlägen der Stoff- bzw. Zubereitungsrichtlinien.

Die P-Sätze sind nach folgendem Schema kodiert (Beispiel P 2 03):

P

P-Satz (Sicherheitshinweis)

 

2

Gruppierung

1=Allgemein

2=Vorsorgemaßnahmen

3=Empfehlungen

4=Lagerhinweise

5=Entsorgung

03

Laufende Nummer, 2-stellig

 

Erlaubnispflichtig sind Lageranlagen für entzündliche Stoffe ab 10.000 Liter.

Anmerkung:

Zur Auslegung der BetrSichV sind noch ergänzend Regelungen zu schaffen und Aktualisierungen in den bisherigen Technischen Regeln (TR) durchzuführen.

Grundsätzliche Anforderung der BetrSichV

Für alle Anlagen sind vom Arbeitgeber die Gefährdungsbeurteilung und das Explosionsschutzdokument zu erstellen. Hier könnten zur Zeit noch die bisherigen Regelungen der VbF/TRbF als Erkenntnisquelle herangezogen werden. Für die sachgemäße Benutzung der Lagersystem liegt gemäß BetrSichV die Verantwortung beim Arbeitgeber.

Kontaktdaten Sonderabfall

Sonderabfall

Beratung/Disposition/Stoffstrom
Wolfgang Kalcher
Telefon:
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